Je 24 männliche Kälber dreier Genotypen (Braunvieh [BV], Limousin × Braunvieh [KR], und Swiss Fleckvieh [SF]) wurden in einem extensiven Mastversuch vom vierten bis zum sechsten Lebensmonat eingesetzt. Je sechs Kälber jedes Genotyps wurden als Kontrollgruppe im Stall in Frick AG sowie an drei Standorten mit Weidegang (Wülflingen ZH, Früebüel am Zugerberg und Alp Weissenstein am Albulapass) gemästet. Der Weidegang betrug ca. 8-9 Stunden pro Tag. Im Stall bekamen alle Kälber das gleiche Heu ad libitum sowie 0,5 kg Luzerne und 1,3 kg Maispellets pro Tier und Tag und zusätzlich 0,5 kg Kraftfutter in den letzten vier Wochen. Die Kälber am Standort Frick erhielten 1 kg Luzerne und 2 kg Maispellets pro Tier und Tag während der dreimonatigen Mast, zusätzlich 1,3 kg Kraftfutter pro Tag in den letzten sechs Wochen sowie 4 kg frische Grassilage pro Tier und Tag im letzten Monat der Mast. Blutentnahmen erfolgten eine Woche vor der Schlachtung am 180. Lebenstag, sowie aus dem Stichblut. Im Blut wurden Hämoglobin, Hämatokrit, Erythrozyten, Leukozyten und weitere Parameter des Blutbildes sowie Gesamteiweiss und Immunglobuline und aus dem Stichblut Laktat und Cortisol analysiert. Hämoglobin, Hämatokrit und Erythrozyten waren positiv durch die Höhenlage des Standortes beeinflusst. Die α- und γ-Globuline waren in den Gruppen mit Weidegang erhöht, dies insbesondere an den hochgelegenen extensiven Standorten. In der Gesamtsicht schnitten Kälber der Rasse SF besser ab als BV; die KR lagen im Mittelfeld.